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08.10.2018

Familienministerin Kerstin Schreyer besucht Oberstaufen

Gespräch bringt Fortschritte für soziale Einrichtungen im Allgäu und Lindau

Oberstaufen. Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer hat in Oberstaufen sozialen Einrichtungen unter die Arme gegriffen und finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt. Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger hatte sie zu einem Gespräch mit Vertretern verschiedener Vereine und Verbände in die Marktgemeinde geholt.



Das Familienzentrum in Oberstaufen platzt aus allen Nähten. Die Marktgemeinde und allen voran Bürgermeister Martin Beckel würde gerne Abhilfe schaffen und dieses um das zweite Stockwerk erweiterten. Dies ist aber aus Brandschutzgründen vom Landratsamt untersagt worden. Eine Alternative muss gefunden werden. Hier brachte Familienministerin Schreyer den Bayerischen Jugendring ins Spiel. Dieser würde Förderungen bei Neubau, Umbau oder Sanierungen vornehmen.

Außerdem brachte sie die erfreuliche Nachricht mit, dass das „Waldferien“-Angebot, eine Betreuung von Kindern in den Sommerferien, im nächsten Jahr gefördert werden kann. Im laufenden Jahr war diese Förderung weggefallen, was womöglich zur Einstellung des Programms geführt hätte. Dieses Mal war hier Bürgermeister Beckel mit seinem Gemeinderat eingesprungen und hatte das Geld zur Verfügung gestellt. Beißwenger sprach von einem „außerordentlich guten Angebot, in der die Kinder drei Wochen lang in der Natur basteln, bauen, kochen und sogar übernachten können“, etwas, das mit Smartphones und Spielekonsolen bei vielen Kleinen oft zu kurz kommt.

Auch für das Familienpflegewerk im Oberallgäu und im Landkreis Lindau gibt es die nötige Unterstützung. Aufgrund der fehlenden Motivation auf Seiten der Krankenkassen, können diese Einrichtungen nicht annähernd kostendeckend arbeiten. Ohne Zuwendungen durch die Landkreise und Spendengelder wäre die so wichtige Versorgung von Kindern, bei denen beispielsweise ein Elternteil aufgrund von Krankheit ausgefallen ist, nicht möglich. Kerstin Schreyer brachte die Bundesstiftung „Frühe Hilfen“ ins Spiel, womöglich seien noch nicht alle Zuschussmöglichkeiten ausgeschöpft. Sich auf den Bund und die Krankenkassen zu verlassen, könne man nicht aussitzen, war der allgemeine Tenor.