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06.04.2018 | Pressemitteilung

Balderschwang und Obermaiselstein: Öko-Tourismus statt Skigebietszusammenschluss

Beißwenger: Gemeinsam Anpacken und beispielhaft vorangehen

München.
Ein Skigebietszusammenschluss zwischen dem Riedbergerhorn und Grasgehren im Oberallgäu wird zunächst nicht beantragt. Das ist am Freitagvormittag in der Bayerischen Staatskanzlei in München bekannt gegeben worden. Stattdessen sollen beide Orte im Bereich ökologischer Tourismus zu echten Vorreitern in Bayern werden. Das ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden, dem Landtagsabgeordneten für das Oberallgäu Eric Beißwenger (CSU) und dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.


Freistaat investiert 15 Millionen Euro in „Zentrum Naturerlebnis Alpin“
Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern ist ein Tourismus-Konzept erarbeitet worden, das es den beiden betroffenen Gemeinden im Oberallgäu ermöglicht, nachhaltig im ökologischen Tourismus-Bereich zu punkten. Die größte Investition ist für ein „Zentrum Naturerlebnis Alpin“ am Riedberger Horn vorgesehen. Das Leuchtturmprojekt wird als Impulsgeber für einen natur- und klimaverträglichen Tourismus und als Umweltbildungsangebot in enger Kooperation mit dem Naturpark Nagelfluhkette verwirklicht. Spezielle Ranger sollen Einheimische und Touristen naturgerechten Outdoor-Sport sowie Naturführungen mit dem Schwerpunkt biologische Vielfalt im Alpenraum, darunter auch Vogelbeobachtungen, anbieten. Ein Informationszentrum wird Kooperationen mit Schulen aus Bayern und Österreich möglich machen. Außerdem werden Aus- und Weiterbildungsangebote in Abstimmung mit der Hochschule Kempten für Wander- und Naturführer geschaffen. Das Investitionsvolumen beträgt für den Bau 15 Millionen Euro und 500.000 Euro pro Jahr für den laufenden Betrieb.

 

Förderung für umweltfreundliche Modernisierung von Liften und Seilbahnen
Der „moderne Skisport“ steht in den bestehenden Skigebieten weiter hoch im Kurs. Dem wird auch von Seiten der Staatsregierung Rechnung getragen. So soll der Bundesstützpunkt Ski- und Bordercross mit insgesamt 1,2 Millionen Euro von Bund und Land gefördert werden. Hier soll die bereits in Aussicht gestellte Summe vom Bund beschleunigt an die Gemeinden fließen. Darüber hinaus wird auch die umweltfreundliche Modernisierung der Seilbahnen und Skilifte am Riedbergerhorn und in Grasgehren unterstützt. Auch für den Langlaufsport in Balderschwang könnten weitere Mittel bereitgestellt werden.

Darüber hinaus werden Balderschwang und Obermaiselstein Pilotgemeinden für umweltfreundlichen Öffentlichen-Personennahverkehr (ÖPNV). So soll eine Wander- und Skibusverbindung durch Busse mit alternativem Antrieb entstehen, die auch mit WLAN ausgestattet sind. Sechs Busse inklusive einer entsprechenden Begleitinfrastruktur werden vom Freistaat Bayern mit 600.000 Euro gefördert.

„Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort haben wir in den vergangenen Wochen intensiv besprochen, wie wir den Tourismus in zukunftsfähige Bahnen lenken können. Für die Orte bietet sich jetzt eine einmalige Chance, sich einen echten Standortvorteil zu sichern“, so der Oberallgäuer CSU-Abgeordnete Eric Beißwenger im Rahmen einer Pressekonferenz in der Münchner Staatskanzlei am Freitag.

Balderschwang wird „AlpDorf“ - Ausbau der Internet-Infrastruktur in beiden Gemeinden 
Balderschwang wird zu einem so genannten „AlpDorf“ weiterentwickelt. Darunter ist ein Premium-Erlebnisort zu verstehen für naturnahen Bergtourismus zu verstehen. Des Weiteren wird auch die Entwicklung digitaler Konzepte und Infrastruktur in der Dorfumgebung in Balderschwang und Obermaiselstein mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert. Schnelles Internet und ein Ausbau der WLAN-Angebote stehen hier im Mittelpunkt. Zusammengefasst wird dies unter dem Motto des Sonderprojekts „Digitales Alpendorf“


„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen um anzupacken und beispielhaft voranzugehen“, meint Eric Beißwenger. „Ich freue mich, konstruktiv mit den Bürgermeistern vor Ort und unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder eine echte Lösung erarbeitet zu haben und freue mich auf die Umsetzung, an der ich weiter mitarbeiten und -gestalten werde“, so der CSU-Politiker aus Unterjoch.